Babelsprech. International

Europäische deutschsprachige Dichtung

Lyrik ist im Aufwind öffentlicher Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum. Daran hat das 2013 initiierte, von der Kulturstiftung des Bundes geförderte „Babelsprech. Junge deutschsprachige Dichtung“-Projekt seinen Anteil, insofern als es gezielt eine junge Lyrikszene durch Netzwerkbildung gestärkt hat. Der Erfolg in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein hat die Lyriker dazu ermuntert, ihre Netzwerke international auszuweiten. In Zeiten verstärkter Renationalisierung scheint es den jungen Lyriker/innen – selten älter als 30 Jahre  ̶  umso dringlicher, einen gemeinsamen kulturellen und künstlerischen europäischen Bezugsraum zu schaffen, in dem auch Fragen der Übersetzung von Lyrik und ihre kontextuellen Voraussetzungen einen Schwerpunkt bilden. Neben Workshops in der Ukraine und in Slowenien mit lokalen Partnerinstitutionen finden internationale Konferenzen in Salzburg (2016), Berlin (2017) und Liechtenstein (2018) statt. Außerdem werden über den dreijährigen Zeitraum des Projekts zahlreiche Lesungen in den sechs beteiligten Ländern veranstaltet, bei denen Autor/innen aus den deutschsprachigen Ländern zusammen mit jeweils einem internationalen Gast auftreten, um so Austausch und Zusammenarbeit auch öffentlich zu manifestieren.

Projektleitung: Literarisches Colloquium Berlin e.V.
Kurator/innen: Max Czollek, Michelle Steinbeck (CH), Simone Lappert (CH), Robert Prosser (AT)
Autor/innen: Daniela Chana (AT), Sirka Elspaß, Moritz Gause, Raphaela Grolimund (CH), Pablo Haller (CH), Ianina Ilitcheva (UZ), Jopa Jotakin (AT), Judith Keller, Niklas Lemniskate, Enis Maci u.a.

Termine
27.07.2017 - 28.07.2017 Literarisches Colloquium (LCB), Berlin Konferenz und Festival

Die Lyrik ist tot, es lebe die Lyrik
27. und 28. Juli 2017 im LCB

Am 27. und 28. Juli 2017 findet im LCB das Festival »Babelsprech.International« statt. In Villa und Garten treffen sich internationale Dichter/innen zu der Konferenz »Lyrik im Grenzgebiet«, die sich mit Lyrik an den Grenzen zu anderen Kunstformen und gesellschaftlichen Feldern befasst.

Autor/innen: Marina Skalova (Schweiz), Thomas Havlik (Österreich), Rike Scheffler (Deutschland), Anna Ospelt (Liechtenstein) Tibor Hrs Pandur (Slowenien) u.v.a.



Weitere Termine:

Literarisches Colloquium Berlin: Dezember 2016–Dezember 2018; Thüringen, Frankfurt, München, Berlin, Basel, Salzburg, Vaduz, Ljubljana, Wien u.a.