Foto: Iona Dutz, 2015, entstanden im Rahmen eines Forschungsprojekts der FH Potsdam, Fachbereich Design, Projektkurs Fotografie, Prof. Wiebke Loeper
Foto (Ausschnitt): Nicole Krüger, 2015, entstanden im Rahmen eines Fotoprojekts der FH Potsdam, Fachbereich Design, Projektkurs Fotografie, Prof. Wiebke Loeper
Foto (Ausschnitt): Iona Dutz, 2015, entstanden im Rahmen eines Forschungsprojekts der FH Potsdam, Fachbereich Design, Projektkurs Fotografie, Prof. Wiebke Loeper
Foto (Ausschnitt): Iona Dutz, 2015, entstanden im Rahmen eines Fotoprojekts der FH Potsdam, Fachbereich Design, Projektkurs Fotografie, Prof. Wiebke Loeper

Lernende Kulturregion

Modellregion Schwäbische Alb – gefördert im Programm TRAFO

Auf der Schwäbischen Alb entsteht ein Netzwerk von Kultureinrichtungen, in dem größere Institutionen mit kleineren Einrichtungen, ehrenamtlich Tätigen und einzelnen Kulturschaffenden kooperieren. Dadurch soll ein gemeinsamer Lernprozess in Gang gesetzt werden, bei dem die Transformation des kulturellen Lebens in der gesamten Modellregion im Mittelpunkt steht. Da in Baden-Württemberg die europäischen LEADER-Mittel beispielhaft auch für Kulturprojekte bereitgestellt werden, soll hier insbesondere die Beantragung dieser Mittel durch Kultureinrichtungen geschult und strukturell etabliert werden.

Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und besteht aus drei Modulen. Für die erste Projektphase wurden bedeutende Kultureinrichtungen ausgewählt, die langfristige Arbeitszusammenhänge – sogenannte Kulturwerkstätten – mit kleineren Partnern aufbauen und sich die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungsträgern zur Aufgabe machen. In Modul 2 geht es um die Kooperation der Kulturwerkstätten miteinander und mit weiteren Institutionen sowie die Weitergabe von Erfahrungen an andere Kultur- und Bildungsträger über Verwaltungsgrenzen hinweg. In Modul 3 wird das Netzwerk innerhalb der LEADER-Regionen ausgeweitet, um nachhaltige Strukturen für das kulturelle Leben in der gesamten Modellregion aufzubauen.

 

Kulturwerkstatt 1 (Museum)

Archäologie in Oberschwaben

Das Federseemuseum Bad Buchau als impulsgebende, moderierende und leitende Institution bildet zusammen mit den drei kleineren Museen Bachritterburg Kanzach, Heuneburg und Keltenmuseum Hundersingen die Museumswerkstatt "Archäologie in Oberschwaben". Eine stärkere Zielgruppenorientierung soll die Ausstellungen für Besucher attraktiver machen und die Themen des Museums besser vermitteln. Im Fokus stehen vor allem neue Vermittlungsformate für den außerschulischen Unterricht. Daneben ist die Ausarbeitung eines Erlebnis- und Lernangebotes für Familien zur Vermittlung von regionalhistorischem Wissen geplant.

Kulturwerkstatt 2 (Theater)

STADT. LAND. IM FLUSS.

Die Kulturwerkstatt Theater möchte durch die Kooperation des in der Stadt angesiedelten Landestheaters Tübingen (LTT) und des auf dem Land ansässigen Regionaltheaters Lindenhof Melchingen das kulturelle Leben in der Modellregion stärken und weiterentwickeln. Die beiden Akteure werden ihre Projekte austauschen und durch die Arbeit an den Programmen Überschneidungen sowie gemeinsame Themensetzungen zulassen. Die Theaterwerkstatt des LTT möchte zudem stärker partizipativ arbeiten: In Projektwerkstätten sollen Bürger/innen und Kulturakteure der Schwäbischen Alb mit Theatermacher/innen zusammenkommen und Theaterprojekte gemeinsam entwickeln und durchführen. Der Lindenhof wird zu einem Kultur- und Kommunikationshaus ausgebaut.

Kulturwerkstatt 3 (Interdisziplinäre Kunst)

inter!m-werkstatt - Initiative zur Transformation kultureller Einrichtungen im ländlichen Raum

Die inter!m-Kunstbiennale Schwäbische Alb e.V. in Hohenstein und das Museum Villa Rot Burgrieden arbeiten in dieser Werkstatt zusammen. Viele innovative Initiativen sollen den ländlichen Raum als Kulturraum formen und sichtbar machen und die Identifikation der Bevölkerung mit diesem erreichen. Die inter!m-werkstatt leistet dafür Startup-Hilfe für Kulturschaffende der Region. Lokale Akteure, insbesondere Bildungseinrichtungen, aber auch Laiengruppen, Vereine und lokale Institutionen werden gewonnen, um gemeinsam mit professionellen bildenden Künstlern und Fachpädagogen Kunstprojekte zu entwickeln. Gemeinschaftliche Projekte der Akteure untereinander wie auch Kooperationen mit anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen in den LEADER-Regionen werden angestrebt.

Kulturwerkstatt 4 (Musik)

OH! für alle

In dieser Werkstatt planen die Opernfestspiele Heidenheim (OH!) eine Öffnung in den ländlichen Raum und eine Ausrichtung auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in der Region Ostwürttemberg und in einem späteren Stadium auch in angrenzenden Regionen. Die Festspiele wollen einerseits zeigen, dass die Inhalte aus Oper und Konzert universell sind und auch und gerade Kinder und Jugendliche ohne entsprechenden Bildungshintergrund ansprechen können. Darüber hinaus wollen die Festspiele aber auch Kinder und Jugendliche besser erreichen, die von ihrer Sozialisation her zwar vom Klassikbetrieb berührt werden, die aber dennoch nicht den Weg in die Opern- und Konzertveranstaltungen des Festivals "vor ihrer Haustür" finden.

Termine
03.02.2017 - 04.02.2017 Heidenheim 1. Kulturplattform
09.03.2017 - 12.03.2017 Begegnungsstätte, Gerhardstraße 11, Winterlingen "Schule der Sehnsüchte" - Stationentheater
27.11.2016 - 27.11.2016 Theater Lindenhof, Burladingen-Melchingen "Ein Tag wie das Leben" - Erster Gastspielaustausch zwischen dem LTT und dem Theater Lindenhof
17.09.2017 inter!m-Festival, Heidegraben 2. Kulturplattform