Bühne und Bewegung

Roma Armee © Esra Rotthoff

Roma Armee

Die Geschichte der Roma ist eine der Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Anerkennung des Völkermords während des Nationalsozialismus erfolgte spät. Auch heute werden Roma Opfer von Hassverbrechen in Ungarn, Tschechien oder Deutschland. Antiziganistische Bilder werden in den Medien reproduziert und ein Diskurs über vermeintliche Armutsmigrant/innen schürt Ressentiments. Das Maxim Gorki Theater Berlin will in diese rassistischen Projektionen der Mehrheitsgesellschaft intervenieren und Roma in künstlerischen Werken sichtbarer machen. "Roma Armee" ist Manifest, Theaterstück, Selbstermächtigung und Angriff. Die Idee des Stücks geht auf die Schwestern Simonida und Sandra Selimovic zurück. Die beiden Romnija aus Serbien leben in Österreich und orientieren sich in ihren Aktionen an der Wiener Gruppe, sie arbeiten situationistisch und aktionistisch. Gemeinsam mit der israelischen Regisseurin Yael Ronen sowie weiteren Roma-Schauspieler/innen entwickeln sie das Stück. Nach Recherchen wie dem Besuch historischer Orte oder von Gerichtssälen, in denen über die Abschiebung von Roma-Familien befunden wird, entsteht im kollektiven Arbeitsprozess nach und nach die „Roma Armee“.

Künstlerische Leitung und Regie: Yael Ronen (IL)
Bühne: Heike Schuppelius
Malerei / Artwork: Damian Le Bas, Delaine Le Bas
Kostüme: Delaine Le Bas
Mitarbeit Kostüme: Maria Júlia Ubaldino Abreu
Musik: Yaniv Fridel, Ofer Shabi
Video: Hanna Slak
Licht: Hans Fründt
Dramaturgie: Irina Szodruch

Mit Mehmet Ateşçi, Hamze Bytyci, Mihaela Drăgan, Riah May Knight, Lindy Larsson, Orit Nahmias, Sandra Selimović, Simonida Selimović

Termine
14.09.2017 - 17.09.2017 Maxim Gorki Theater, Berlin Uraufführung