Arbeit in Zukunft

ist ein Initiativprogramm der Kulturstiftung des Bundes.

Die Kulturstiftung des Bundes widmete sich in ihrem Programm "Arbeit in Zukunft" den kulturellen Folgen des Wandels der Arbeitswelt. Dieser Wandel wirkt sich nicht nur auf individuelle Lebensentwürfe aus, sondern auch auf die gesellschaftlichen Leitbilder und Wertvorstellungen. Die verschiedenen Projekte in diesem Programm sollten die Diskussion über ökonomische, politische und soziale Aspekte des Wandels der Arbeit um Impulse aus Sicht von Kunst und Kultur ergänzen und erweitern. Sie entstanden in Zusammenarbeit von Künstlern, Kulturschaffenden und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Das Programm umfasste sechs von der Stiftung eigens initiierte Projekte zum Thema "Arbeit in Zukunft", die von 2006 bis 2010 realisiert wurden:

"Arbeit. Sinn und Sorge", eine Ausstellung über Gegenwart und Zukunft der Arbeit im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (Juni 2009 bis Juli 2010);
• die Kurzfilmrolle "mach doch was du willst" ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den die Kulturstiftung des Bundes 2006 in Zusammenarbeit mit der KurzFilmAgentur Hamburg e.V. und ZDF/ARTE ausgeschrieben hat. Etliche der insgesamt 11 Filme sind inzwischen bereits, zum Teil sogar mehrfach, ausgezeichnet worden. Die Filme werden derzeit auf internationalen Festivals sowie in Kinos präsentiert;
"Work in Progress", in Zusammenarbeit mit den Freunden der Deutschen Kinemathek e.V. Kinofestivals und Filmreihen mit regionalspezifischem Begleitprogramm in über 50 Spielorten in Deutschland;
"Schicht! - Arbeitsreportagen für die Endzeit" - Gemeinsam mit dem suhrkamp Verlag hat die Kulturstiftung des Bundes Schriftsteller/innen gebeten, in literarischen Reportagen über ihre Eindrücke von der heutigen Arbeitswelt zu berichten. edition suhrkamp 2508;
"Der 100.000 Euro Job", ein Fonds, in dem Jugendliche Projekte einreichen konnten und selbst entschieden haben, welche gefördert werden sollen (Selbstförderfonds);
• Ein antragsoffener Fonds (Einsendeschluss war Sommer 2006) - eine Jury hat aus zahlreichen Bewerbungen 13 Projekte ausgewählt, die sich durch ein überzeugendes Vermittlungskonzept auszeichnen und unterschiedliche - auch kulturfernere - Publikumskreise adressieren. Die Projekte werden derzeit an verschiedenen Orten in Deutschland präsentiert.

Bei der Entwicklung des Programms waren folgende Leitgedanken maßgeblich, die bei der Konzeption der einzelnen Projekte in unterschiedlicher Gewichtung zu berücksichtigen waren:
Der Zusammenhang zwischen Arbeits- und Lebenswelt sollte bei allen Projekten im Mittelpunkt stehen. Die Projekte identifizierten Veränderungen der Arbeitswelt und untersuchten deren Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen, auf Familien, auf das Geschlechter- und Generationenverhältnis und auf gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen. Die Projekte sollten sich an ein breites Publikum richten und möglichst viele gesellschaftliche Gruppen einbinden. Sie sollten an vielen Orten in Deutschland sichtbar sein, aber auch auf regionale Besonderheiten eingehen. Den gemeinsamen Horizont aller Projekte im Programm "Arbeit in Zukunft" bildete die Frage nach einem gelingenden Verhältnis von Arbeit und Leben. Dies erforderte die Entwicklung neuer Konzepte, die - durchaus in utopischer Geste - bislang ungewohnte Bilder in unsere Vorstellungen von einem guten Leben lancieren.

Arbeit. Sinn und Sorge

Mit der Ausstellung "Arbeit. Sinn und Sorge" beendet die Kulturstiftung des Bundes ihr Programm Arbeit in Zukunft. Die Schau, die von Juni 2009 bis Juli 2010 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen war, thematisierte unsere Haltung gegenüber der Arbeit. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier:

Arbeit. Sinn und Sorge

Wie wir arbeiten wollen ... wenn wir denn Arbeit haben

Susanne Gupta schreibt im Online-Magazin "fluter" über die von der Kulturstiftung des Bundes initiierten Projekte zum Thema Arbeit.

Zum Artikel auf fluter.de